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Mitte des 19. Jahrhunderts

Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Gemeinden schon bestanden und die Bauern endgültig durch den vollständigen Erwerb von Grund und Boden Eigentümer ihres Landes geworden waren, wurden alle Grundstücke auf Grund des Grundbuchgesetzes auf den Namen eines Besitzers in eine Flurkarte, dem Kataster, aufgenommen. Die Nicolaibrücke lag nach der Flurkarte im Bereich der Gemeinde Grasmannsdorf. Die Gemeinde verlangte, dass die Nicolaibrücke in ihr Eigentum überging. Dem aber wurde nicht zugestimmt. Die Brücke wurde zwar im Kataster des Flurbereichs Grasmannsdorf aufgenommen, die Brückenstiftung - nunmehr eine Kultusstiftung - blieb unberührt und hatte weiterhin die Baulast an der Brücke und die dazugehörige Straßenstrecke von ca. 600 m.

Die Straße verlor ihre überregionale Bedeutung, als die Talauen trockengelegt wurden. 1775/1776 wurde eine neue Trasse als Chaussee über den Kaulberg auf die Linie Debring - Birkach - Oberharnsbach - Unterneuses - Burgebrach - Burgwindheim - Ebrach - Schwarzach - Dettelbach - Würzburg gelegt, in etwa die Trasse der heutigen B 22. Die neue Linie diente auch dazu, um reichs-ritterschaftliches Gebiet zu umgehen und länger im Bamberger Territorium zu bleiben. Nach der Eröffnung der Eisenbahn 1904 wurde das Holz aus dem Steigerwald mit der Bahn verfrachtet. Die Nikolai-Brücke verlor damit ihre wirtschaftliche Bedeutung für den Schwerlastverkehr.