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Kapelle Möchsambach - St. Marinus

In Mönchsambach stand schon seit langer Zeit eine kleine Kapelle, in der aber keine Heilige Messe gehalten wurde. Bereits um 1820 beabsichtigte die Ortsgemeinde Mönchsambach den Bau einer größeren Kapelle, um darin viermal im Jahr die Christenlehre, die Maiandachten und Fastenandachten abzuhalten. Ebenso wurde 1858 ein Neubau und eine Vergrößerung durch die Ortsgemeinde beantragt, aber anscheinend weder durch das erzbischöfliche Ordinariat noch durch die königliche Regierung genehmigt.

Die jetzige Kapelle ist 1930 erbaut worden und steht im Ort abseits der Hauptstraße und an der Straße nach Büchelberg. In ihr wird gelegentlich die Heilige Messe gefeiert. Sie hat einen großen Vorplatz, über dem Giebel ist ein Dachreiter, in dem zwei Glocken hängen. Neben dem Eingang hängt ein Holzkreuz. Der Altar hat eine barocke Mensa mit einem klassizistischen Tabernakelaufsatz, darüber steht ein barocker hl. Martin. Die Kapelle ist ein heller hoher Saal mit 10 m Länge, 6 m Breite und 4 m Höhe. Gegen den Altar sind die Ecken abgeschrägt.

Neben den Glocken für Burgebrach sind 1955 außerdem für die Ortskirchen eine Glocke für Treppendorf (ca. 90 kg), zwei Glocken für Dippach (ca. 60 kg und 40 kg), zwei Glocken für Dürrhof (ca. 60 kg und 40 kg) und zwei Glocken für Mönchsambach (ca. 75 kg und 50 kg) in Auftrag gegeben und gegossen worden. Die Glocken dieser Filialkirchen bzw. Ortskapellen sind 1942 ausnahmslos beschlagnahmt, eingezogen und nicht mehr zurückgegeben worden. Für diese Glocken ist als Glockenmaterial die alte St. Veits-Glocke verwendet worden. Sie lebt also in den Geläuten unserer Ortskapellen weiter.

Kirchweih ist am Sonntag vor Martini (11. November). Eigentümer der Kapelle ist die politische Gemeinde.